Ich habe mich früher schon öfter dabei ertappt und dann mitten am Tag innegehalten, weil ich gemerkt habe: Ich atme kaum. Nur ganz flach, oben in der Brust, als würde ich mich gar nicht trauen, wirklich Raum einzunehmen.
Das passiert mir, wenn ich zu lange im Funktionieren-Modus bin. Für alle da, für alles zuständig, und irgendwo dabei verliere ich den Kontakt zu dem, was mich eigentlich trägt.
Vielleicht kennst du das auch. Du wachst auf und fühlst dich trotzdem leer. Du bist für alle da, aber wo bleibst du selbst?
Ich glaube, die Antwort ist oft näher, als wir denken. Sie liegt direkt unter unserer Nase, in unserem eigenen Atem.
Warum der Atem so viel trägt, auch für „Kopfmenschen“
Viele denken bei Breathwork zuerst an spirituelle Praktiken oder intensive Erfahrungen. Dabei ist die Kraft deines Atems etwas ganz Einfaches, Universelles. Kein Guru, kein Retreat, kein Dogma. Nur du, und dein nächster Atemzug.
Langsames, rhythmisches Atmen wirkt beruhigend auf dein Nervensystem, das ist heute recht gut erforscht. Bewusste Atemtechniken wie SOMA Breath arbeiten genau damit: sie regulieren, geben Energie, schaffen geistige Klarheit, ganz ohne dass du dafür etwas Besonderes glauben oder tun musst.
Dein Atem verbindet dich mit deinem Körper und mit deiner inneren Stimme. Er bringt dich zurück zu dem, was dir wirklich wichtig ist, und schenkt dir Energie, einfach weil dein Körper wieder richtig mit Sauerstoff versorgt wird.
Ein Atemimpuls für deinen Alltag: die verlängerte Ausatmung
Schließe die Augen und lass deinen Atem zuerst ganz natürlich fließen. Atme sanft in deinem eigenen Rhythmus ein, atme aus, und spüre bewusst in diesen Moment hinein. Erlaube dir einfach, hier zu sein.
Dann atme in folgendem Rhythmus:
Einatmen: 4 Sekunden durch die Nase, bei geschlossenem Mund, in den Bauch hinein. Dein Bauch hebt sich sanft und füllt sich mit frischem Sauerstoff, und erweitert sich sanft hinauf bis zur Brust und darüber hinaus.
Ausatmen: 8 Sekunden durch den Mund, sanft und gleichmäßig. Stell dir vor, du würdest durch einen Strohhalm pusten.
Mit jedem Ausatmen darf Anspannung, Schwere, Last gehen. Mit jedem Einatmen ziehst du Ruhe, Klarheit und Energie in deinen Körper.
Ein bis drei Minuten reichen. Das passt in jeden Alltag.
Alternativ kannst du auch 2 Sekunden einatmen und 4 Sekunden ausatmen, oder 4 Sekunden ein und 6 Sekunden aus, ganz danach, was sich für dich gerade stimmig anfühlt. Ohne Druck, ohne Anspannung, sanft und rhythmisch. Wichtig ist nur, dass die Ausatmung länger dauert als die Einatmung.
Wenn du neugierig geworden bist, wie dir bewusstes Atmen im Alltag noch weiterhelfen kann, schau gerne hier vorbei: Breathwork 🐬
Diese Inhalte unterstützen bewusste Selbstfürsorge und Energetische Hygiene und ersetzen keine medizinische oder therapeutische Behandlung.

